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	<title>Gasnotstand &#8211; Klima Fakten-Check</title>
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	<description>Medien und Gesellschaft im Kontext von Politik und Klimawandel</description>
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	<title>Gasnotstand &#8211; Klima Fakten-Check</title>
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		<title>Energiekrise ist rein politisch motiviert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Jörg Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2022 06:08:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Medien kommentiert]]></category>
		<category><![CDATA[Energiekrise]]></category>
		<category><![CDATA[Gas Krise]]></category>
		<category><![CDATA[Gasnotstand]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ukraine]]></category>
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					<description><![CDATA[In den letzten Wochen und Monaten habe ich mich bereits mehrfach zu simplen Fragen der Energieversorgung geäußert, und dies betraf neben der Betrachtung unseres künftigen Energiebedarfs auch die Faktenlage rund um die sogenannte Gas Krise. Es ist unstrittig, dass Atomausstieg und Kohleausstieg zum mehr oder weniger gleichen Zeitpunkt ein Schildbürgerstreich grüner Ideologie sind, und wie &#8230; <p class="link-more"><a href="https://klimafaktencheck.de/2022/08/09/energiekrise-ist-rein-politisch-motiviert/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Energiekrise ist rein politisch motiviert“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>In den letzten Wochen und Monaten habe ich mich bereits mehrfach zu simplen Fragen der Energieversorgung geäußert, und dies betraf neben der Betrachtung unseres <a href="https://klimafaktencheck.de/2021/10/20/energiekrise-der-oekosozialismus-nimmt-gestalt-an/" data-type="post" data-id="852">künftigen Energiebedarfs</a> auch die Faktenlage rund um die sogenannte <a href="https://klimafaktencheck.de/2022/06/19/habeck-und-der-gasnotstand/" data-type="post" data-id="1015">Gas Krise</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="634" height="439" src="https://klimafaktencheck.de/wp-content/uploads/2022/08/energiekrise.png" alt="" class="wp-image-1063" srcset="https://klimafaktencheck.de/wp-content/uploads/2022/08/energiekrise.png 634w, https://klimafaktencheck.de/wp-content/uploads/2022/08/energiekrise-300x208.png 300w" sizes="(max-width: 634px) 100vw, 634px" /></figure>



<p>Es ist unstrittig, dass Atomausstieg und Kohleausstieg zum mehr oder weniger gleichen Zeitpunkt ein Schildbürgerstreich grüner Ideologie sind, und wie ich bereits aufgezeigt hatte, wäre bereits dieses Szenario mit einer erheblichen Deckungslücke in unserem Energiebedarf einhergegangen. Den Ukraine Konflikt hatte ich damals noch nicht mit auf der Rechnung, wohl aber die damaligen Äußerungen des US-Botschafters Richard Grenell zu Nordstream 2, wie hier im Handelsblatt 2020:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Grenell hat sich vergangene Woche mit Senatoren und Abgeordneten getroffen. „Weitere Sanktionen treffen auf überparteiliche Zustimmung“, berichtete er. „Trotz des Wahlkampfs könnte die Gesetzgebung schnell vorangehen.“ Das Ziel der Amerikaner: wenn schon nicht den Bau, so doch die Inbetriebnahme der Pipeline zu verhindern. Unklar ist bisher, welche Form die neuen Sanktionen annehmen würden. Eine Möglichkeit wäre es, Firmen mit Handelsstrafen zu bedrohen, die mit Spezialgeräten die Pipelines warten. Auch Sanktionen gegen die Abnehmer des russischen Gases werden in Washington diskutiert.&nbsp;</p><cite><a href="https://www.handelsblatt.com/politik/international/ostseepipeline-abschiedsgruss-von-us-botschafter-grenell-neue-drohung-gegen-nord-stream-2/25861262.html">https://www.handelsblatt.com/politik/international/ostseepipeline-abschiedsgruss-von-us-botschafter-grenell-neue-drohung-gegen-nord-stream-2/25861262.html</a></cite></blockquote>



<p></p>



<p>Wenn Deutschland also Nordstream 2&nbsp; nicht in Betrieb nimmt, dann nur, weil unsere Freunde in Übersee wenig Interesse an intensiven Handelsbeziehungen zwischen Europa und Russland haben und noch immer die über 100 Jahre alte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Heartland-Theorie" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Geopolitik von Mackinder </a>verfolgen, nach welcher Russland und Europa durch einen Korridor vom Baltikum bis ans Schwarze Meer voneinander zu trennen sind, wenn man die Welt beherrschen möchte. Hinzu kommt heute, dass sich US-Konzerne gern selbst an den Ressourcen Russlands bedienen würden, so wie dies noch zu Zeiten eines Herrn Jelzin möglich war. Im Kontext dieser Fakten erscheint dann auch die Ukraine in einem ganz neuen Licht, denn sie ist nicht nur ein Mosaikstein in diesem Puzzle, sondern ein absolutes Schlüsselland zur Umsetzung der US-Geopolitik, was auch zum 2014 durch die USA orchestrierten Putsch in Kiew geführt hatte, bei welchem eine pro-russische Regierung durch ein den USA zugetanes Regime ersetzt wurde. (Sie können in diesem letzten Satz gut erkennen, wie ich die Begriffe des medialen Framings ganz bewußt verwendet habe)</p>



<span id="more-1061"></span>



<p>Heute ist Putin mit seinem &#8222;Regime&#8220; nun der Kriegstreiber, mit dem man keine Geschäfte machen dürfe, aber dass dieser Krieg bereits seit 2014 stattfindet und durch die USA und deren Verbündete provoziert worden ist, findet in unseren Qualitätsmedien keine Erwähnung – warum auch, denn die USA führen Krieg gegen Russland, bis zum letzten Ukrainer, und wenn es sein muss auch bis zum letzten Europäer. Wem dies nicht klar ist, oder wer darin eine sogenannte &#8222;Verschwörungstheorie&#8220; sieht, der möge sich bitte informieren, wie unter der Regierung des Friedensnobelpreisträgers Obama das Thema Regime-Change betrieben wurde &#8211; der Mann sollte besser einen Kriegsnobelpreis erhalten. Zweckdienlich wäre auch die Lektüre des Buches &#8222;<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.amazon.de/Ukraine-Krise-2014-Krieges-Wahrheit/dp/3941956787" target="_blank">Die Ukraine Krise 2014 bis zur Eskalation</a>&#8222;. </p>



<p><strong>Um es also in aller Klarheit zu formulieren: Sollten wir nicht über ausreichend Gas und Öl aus Russland verfügen, so liegt das ausschließlich daran, dass unsere Politik die Interessen der USA vertritt, anstelle eigene Interessen zu formulieren und dem auf das Wohl des deutschen Volkes geleisteten Amtseid zu entsprechen.</strong></p>



<p>Stattdessen wird mit riesigem Brimborium an Alternativen gearbeitet, die uns angeblich den Bezug von Flüssiggas ermöglichen sollen. Aber wirklich Nichts von all diesen alternativen Lösungsansätzen kann auch nur annährend die Transportkapazität der Russland-Pipelines ersetzen, schon gar nicht zu den niedrigen Kosten dieser existierenden Infrastruktur – wer da anderer Meinung ist, der hat schlicht und ergreifend keinen Plan von simpelsten logistischen Zusammenhägen. Neben den fehlenden LNG Terminals würde eine <a href="https://www.focus.de/politik/weltweite-nachfrage-zu-wenig-deutsche-schiffe-reeder-zweifeln-an-habecks-lng-plaenen_id_111217835.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Flottenkapazität von LNG Tankern</a> benötigt, die mit mehreren hundert Schiffen im Dauereinsatz jegliche Vorstellungskraft und Machbarkeit sprengt.</p>



<p>Eine heute durchgeführte Umfrage hatte bei 5.000 Teilnehmern zum Ergebnis, dass nur 28,5% der Befragten Nordstream 2 in Betrieb nehmen würden, aber 46,2% wären strikt gegen dieses Vorgehen. Besser kann man mediale Hirnwäsche und deren Erfolg nicht zeigen, denn wie sonst ist ein solch suizidales und intellektuell wenig schmeichelhaftes Ergebnis zu erklären?</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img decoding="async" width="809" height="333" src="https://klimafaktencheck.de/wp-content/uploads/2022/08/Nordstream-2.png" alt="" class="wp-image-1062" srcset="https://klimafaktencheck.de/wp-content/uploads/2022/08/Nordstream-2.png 809w, https://klimafaktencheck.de/wp-content/uploads/2022/08/Nordstream-2-300x123.png 300w, https://klimafaktencheck.de/wp-content/uploads/2022/08/Nordstream-2-768x316.png 768w" sizes="(max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px" /></figure>



<p>Im Ergebnis dieser Umfrage ist vermutlich nicht reflektiert, wer sich die künftigen Energiepreise überhaupt noch leisten kann, mit denen dieser politische Wahnsinn auch weiterhin ermöglicht werden soll. Im Herbst werden wir hoffentlich sehen, wie die Stimmung zu kippen beginnt.</p>



<p>Dass wir aus Deutschland heraus unser Gas zum Beispiel an Polen verkaufen oder mit Gas erzeugten Strom an Frankreich liefern, sind nur weitere Fakten, die zur Gasnotstandslüge vom Herrn Habeck gehören. Und wissen Sie was, Polen und Franzosen werden nicht mit Gasumlage und explodierenden Energiepreisen ruiniert &#8211; das passiert nur hier in Deutschland, wo eine grüne Partei die Chance auf den &#8222;Booster der Energiewende&#8220; sieht.</p>



<p>Interessant ist übrigens aktuell das Kräftemessen um Taiwan, welches eher nicht zufällig sein dürfte, so wie in der großen Politik nie etwas zufällig passiert. China ist als inoffizieller Verbündeter Russlands gerade dabei, unsere Amerikaner zusätzlich zu beschäftigen, was deren Fokus hinsichtlich der Ukraine auf ein neues Schlachtfeld verschieben könnte. Ein ähnliches Vorgehen stand seinerzeit auch hinter dem Putsch in der Ukraine, welcher auch Moskaus Engagement in Syrien schwächen sollte – hatte nur leider nicht funktioniert. Taiwan ist einer der weltweit wichtigsten Exporteure für Halbleiterprodukte.</p>



<p>Neben der Frage der eigenen Interessen unseres Landes bleibt natürlich wie immer zu klären, wie souverän und wie erpressbar wir tatsächlich sind, denn Freunde sind das in den USA auf keinen Fall. Und die Grünen verlieren für mich jede Glaubwürdigkeit, wenn von deren Seite LNG auch nur einen weiteren Tag als Alternative gesehen wird &#8211; denn die damit einhergehenden Umweltschäden durch Fracking, Terminalneubau und Aufbau und Betrieb einer gewaltigen Tankerflotte sind ein völliger Wahnsinn.</p>



<p><strong>Im Lichte der hier gezeigten Umfrage kann ich nur appellieren, Leute informiert euch endlich und geht dem Unsinn aus Politik und Medien nicht länger auf den Leim!</strong></p>
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		<title>Die Fabel &#8211; ein stilistisches Mittel der Gesellschaftskritik</title>
		<link>https://klimafaktencheck.de/2022/07/15/die-fabel-ein-stilistisches-mittel-der-gesellschaftskritik/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hans Jörg Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jul 2022 07:22:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Erdgas]]></category>
		<category><![CDATA[Fabel]]></category>
		<category><![CDATA[Gasnotstand]]></category>
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					<description><![CDATA[vor einigen Monaten hatte ich einen umfangreicheren Beitrag zur deutschen Energiepolitik veröffentlicht, welcher bereits auf die potentiellen negativen Effekte einer Unterversorgung mit Erdgas hinwies, und da es mittlerweile ein Problem ist, mit dem Finger auf Ross und Reiter zu zeigen, adoptiere ich an dieser Stelle das Stilmittel der Fabel, welches wie folgt charekterisiert wird: In &#8230; <p class="link-more"><a href="https://klimafaktencheck.de/2022/07/15/die-fabel-ein-stilistisches-mittel-der-gesellschaftskritik/" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„Die Fabel &#8211; ein stilistisches Mittel der Gesellschaftskritik“ </span>weiterlesen</a></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter is-resized"><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Reineke.jpg"><img decoding="async" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/62/Reineke.jpg/220px-Reineke.jpg" alt="" width="184" height="162"/></a></figure>
</div>


<p>vor einigen Monaten hatte ich einen umfangreicheren<a href="https://klimafaktencheck.de/2021/10/20/energiekrise-der-oekosozialismus-nimmt-gestalt-an/" data-type="post" data-id="852"> Beitrag zur deutschen Energiepolitik </a>veröffentlicht, welcher bereits auf die potentiellen negativen Effekte einer  Unterversorgung mit Erdgas hinwies, und da es mittlerweile ein Problem ist, mit dem Finger auf Ross und Reiter zu zeigen, adoptiere ich an dieser Stelle das Stilmittel der Fabel, welches wie folgt charekterisiert wird:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>In Fabeln wird meistens kein genauer Ort und keine Zeit genannt.</li><li>Im Mittelpunkt der Handlung stehen oft Tiere, seltener Pflanzen oder Dinge, denen menschliche Eigenschaften zugeordnet sind.</li><li>Die Tiere handeln, denken und sprechen wie Menschen und stellen meist charakteristische <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stereotyp">Stereotype</a> dar.</li><li>Die Fabel will belehren und unterhalten (<em>fabula docet et delectat</em>).</li><li>Nach Lessing soll die Fabel einen allgemeinen moralischen Satz auf einen besonderen Fall zurückführen und diesen dann in Form einer Geschichte darstellen.</li><li>Die Personifikation der Tiere dient dem Autor häufig als Schutz vor Bestrafung o. Ä., denn er übt keine direkte Kritik, etwa an Zeitgenossen.</li><li>Häufiges Fabelthema, vor allem im Zeitalter der Aufklärung, ist die Ständeordnung und die Kritik an ihr.</li><li>In der Fabel herrscht eine Einheit von Ort, Zeit und Handlung. Die Situation findet nur an einem einzigen Ort und in einer kurzen Zeitspanne statt.</li><li>Es gibt nur eine Haupthandlung und keine Nebenhandlungen.<sup><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fabel#cite_note-5">[5]</a></sup></li><li>Eine Fabel bedient sich meist einer einfachen Sprache, um allgemein verständlich zu sein.</li><li>Die Auswahl der Tiere beschränkt sich auf bekannte Tiere, die der Gemeinschaft geläufig sind (bspw. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Rotfuchs">Fuchs</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kolkrabe">Rabe</a>, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Lamm">Lamm</a>).<sup><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fabel#cite_note-6">[6]</a></sup></li></ul>



<p>Doch kommen wir nun zum unterhaltsamen Teil, nämlich der Fabel vom Bären und den Häschen:</p>



<p class="has-medium-font-size"><strong>Der Bär und die Häschen</strong></p>



<p>Vor langer langer Zeit, oder sogar heute, begab es sich, dass ein Bär tief im Wald hauste. Und weil sein Revier so groß war und seine Klauen und Zähne immer mächtiger wurden, war der Bär gefürchtet, aber auch beneidet, denn er hatte in seinem Revier zahlreiche Schätze, die auch anderen wohl gefallen hätten, weshalb seine Nachbarn nicht immer gut auf den zotteligen Kerl zu sprechen waren. Unserem Bären machte das wenig aus, denn er hatte lieber seine Ruhe, eine Flasche Wodka, und keinen Zoff mit den Nachbarn. Nur das Häschen Fritz und der Dachs (einer von den netten Nachbarn) hatten es geschafft, mit dem Bären eine gute Beziehung zu pflegen, weshalb sie den Bären besuchen durften und der Bär dem Häschen und dem Dachs auch von seinen Schätzen abgab, zum Freundschaftspreis, versteht sich. Es hatte gar auch einmal einen Besuch des Bären bei unserem Häschen gegeben, und der Bär hatte bei dieser Gelegenheit allen Häschen seine Freundschaft und Zusammenarbeit angeboten. Aber die Häschen, und sogar Fritz, ließen das nette Angebot einfach unbeachtet, denn die meisten wollten nicht so viel mit diesem nach Knoblauch und Schnaps  stinkenden und aus ihrer Sicht auch noch gottlosem Ungetüm zu tun haben.</p>



<span id="more-1033"></span>



<p>All dies hatte auch viel mit dem Adler zu tun, einem kräftigen Raubvogel mit gewaltigen Fängen, denn dessen Ambitionen sich über die Schätze des Bären herzumachen waren wohl bekannt, und jedes Häschen tat gut daran, es sich nicht mit dem Adler zu verscherzen, denn wer nicht des Adlers Freund war, der war sein Feind – und denen erging es schlecht, wenn sie nicht gerade so stark wie unser Bär waren. Es war also auch wegen des Adlers keine sonderlich gute Idee, sich beim Bären gut Freund zu machen.</p>



<p>Und so begab es sich, dass der Adler immer mehr Häschen um sich scharte und dem Revier des Bären mit seinen Häschen immer näherkam – so nahe, dass man in der Bärenhöhle schon den Geruch der Häschen wittern konnte. Dem Bären war dies also nicht verborgen geblieben, obwohl ihm vor Jahren vom Adler versprochen worden war, dass er und seine Häschen sich nicht näher an sein Revier heranmogeln würden. Mit lautem Gebrüll machte sich der Bär Luft und ritt sogar halb nackig auf einem Pferd, aber das juckte den Adler mit seinen Häschen kein bisschen, denn der Bär hatte in Folge zahlreicher Getränkeunfälle vermeintlich viel von seiner früheren Stärke eingebüßt. Also beschloss der Adler, das Gebiet des Dachses für sich zu erschließen und den Dachs durch ein passendes Häschen zu ersetzen, das mit seiner Häschenbande den Anhängern des Dachses und den vielen Freunden des Bären richtig einheizen sollte. Wenn das gut lief, würde man auch dieses Territorium für sich einnehmen und mit lieben Häschen und deren Waffen besetzen können. Unser Bär sah sich das frohe Treiben aus der Ferne an und war einfach nur schockiert, wie sich die Häschen im ehemaligen Revier des Dachses benahmen, denn die beließen es nicht bei harmlosen Pöbeleien, sondern beschlossen diejenigen zu eliminieren, die keine Lust auf Häschenspiele hatten. (Möhren zählen, Erbsen erschaffen und zählen, blinder Hoppel, wer riechts als erstes, nur Häschensprache sprechen, Viren züchten und so weiter)</p>



<p>Acht lange Jahre ging das so, und letztlich hatte sich die Häschenbande auch auf Geheiß des Adlers dermaßen danebenbenommen, dass mit der Wut des Bären gerechnet werden musste und so suchte unsere Häschenbande, die bisher wacker für den Adler gekämpft hatte, nach Jahren der Gewalt und Provokation, die wohlige Sicherheit eines Bündnisses mit dem Adler und allen anderen Häschen, obwohl der Bär mit seinem neuen Freund, dem Panda, klar auf offener Bühne zu verstehen gegeben hatte, dass eine weitere Ausdehnung des Bündnisses des Adlers nicht hingenommen werden würde. Aber wie schon in all den Jahren zuvor, wurde die Warnung des Bären ignoriert, und was bitte soll ein Bär dann tun – na klar, er ist eben ein Bär.</p>



<p>Die Antwort des Bären ließ dann auch nicht lange auf sich warten und die gewaltige Bärchenarmee fiel mit lautem Getöse in das ehemalige Revier des Dachses ein, um dieses von der mittlerweile komplett verrückten Häschenbande zu befreien, denn die hatten im Eifer des Gefechts sogar einen fliegenden Tiger abgeschossen und Seekrieg führen wollen, obwohl sie nun wirklich keine Fische waren. Dem Adler kam das alles sehr gelegen, denn so musste er nicht selbst gegen den Bären antreten und konnte seine Häschen gar überreden, statt der Schätze des Bären nur noch seine Schätze zu erwerben.</p>



<p>Nur unser Häschen Fritz saß schmollend in der Ecke und wollte sich trotz des Angebots leckerer Möhren mit Gasfüllung so gar nicht zur aktiven Unterstützung der Häschenbande auf dem Dachs-Revier motivieren lassen. Fritz hatte wohl erkannt, dass er in diesem Spiel nur verlieren konnte, vom Adler missbraucht und vom Bären nicht mehr geliebt, würde er künftig auf die Schätze des Bären verzichten müssen und auch der Adler würde nur so lange Interesse für ihn hegen, wie er von Nutzen sein würde. Und da waren noch zwei weitere Probleme, die den Adler in seinem Machtanspruch bestärkten, als da wären ein Monopol auf alle Erbsenzählmaschinen der Welt und die mächtigste Armee von allen.</p>



<p>Um also dem Adler zu gefallen, musste unser Häschen Fritz nun überlegen, wie wohl auch künftig genügend Möhren und wohlige Wärme im Winter sicherzustellen wären, besonders, wenn er beim Bären verkackt hätte. Währenddessen ließ unser Bär schon mal die Muskeln spielen und setzte sich mit seinem fetten Pops direkt auf eine von mehreren Pipelines, die sonst den begehrten Schatz Erdfurz transportierte. Was gab das für eine Aufregung, als bei Fritz nur noch Hasenfürze aus dem Rohr kamen, denn so gut wie alle fleißigen Arbeiter in Fritzes Fabriken waren auf die Schätze des Bären angewiesen, zumal einige selten blöde Althasen beschlossen hatten, die eigene Fähigkeit zum Heben von Schätzen einfach zu verbieten. Selbst eine nagelneue betriebsbereite Pipeline des Bären konnte Häschen Fritz nicht in Betrieb nehmen, so sehr fürchtete er die Rache des Adlers, welcher damit gedroht hatte unserem Fritz alle Erbsenzählmaschinen lahmzulegen, falls dieser auch nur einen Bärenfurz durch die neue Pipeline beziehen sollte. Da war guter Rat teuer, zumal auch all seine Minister nicht die hellsten Kerzen auf der Torte waren.</p>



<p>Der Bär seinerseits betrachtete das hektische Treiben leicht amüsiert, denn statt seinen bisherigen sogenannten Freunden seine Schätze zum Freundschaftspreis zu überlassen, und dann noch dumm angemacht zu werden, tätigte er jetzt blendende Geschäfte mit dem Panda und dem Mungo, denen dieses Angebot gerade recht kam und was soll man sagen – dem Bären geht es nun so gut wie nie. </p>



<p>Von unseren Häschen und dem Adler kann man das leider nicht behaupten, denn deren Erbsen werden immer weniger wert und einer Allianz aus Bären, Pandas und Mungos hätten sie auch nicht wirklich viel entgegenzusetzen. Sie hätten sicher besser daran getan, dem Bären mit dem gebotenen Respekt zu begegnen, denn der hatte seine Krallen und Zähne bisher noch nicht einmal halb ausgefahren.</p>



<p>So aber sehen besonders Fritz und die Häschen einfach nur in die buchstäbliche Röhre, während sie weiter vom Adler missbraucht und gegängelt werden, und das betrifft auch die aus Flucht resultierenden Unmengen an Erbsen, an denen sich der Adler natürlich auch nicht beteiligt, denn er kämpft gegen den Bären, bis zum letzten Häschen. Und unser Bär wird wohl künftig noch besser darauf achten, wer mit in seine Höhle darf, denn Freunde, die in den Vorgarten kacken und dann haltet den Bären schreien, braucht er bestimmt nicht.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p>Auch der Artikel zum <a href="https://klimafaktencheck.de/2022/06/19/habeck-und-der-gasnotstand/" data-type="post" data-id="1015">Gasnotstand</a> ist in diesem Kontext noch einmal lesenswert.</p>
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