Energiekrise – der Ökosozialismus nimmt Gestalt an

Wir haben jetzt die Gelegenheit, unser gesamtes Wirtschaftsmodell kritisch zu überprüfen … Deshalb sollten wir bei der Wiederbelebung unserer Wirtschaftssysteme besonderes Gewicht auf deren soziale und ökologische Nachhaltigkeit legen“, forderte Wolfgang Schäuble im Juli in der FAZ.

Wir haben hier ein klares Gefolgschaftsbekenntnis zu den auf dem Weltwirtschaftsforum formulierten Zielsetzungen vor uns, die dort von Herrn Klaus Schwab zur Debatte gestellt worden sind. In den letzten Jahren der Regierung Merkel erlebten wir nun bereits eine Hinwendung zu dieser neuen Politik, die auch den Ausstieg aus Kohle und Kernenergie auf den Weg gebracht hat.

Mit Blick auf unsere aktuelle Energiekrise sehen wir, dass die gesamte deutsche Energiewende ein von ahnungslosen Politikern getriebenes Projekt ist, welches letztlich mehr Energie benötigt, als es tatsächlich erzeugt. Selbst im Spiegel fand sich eine Schlagzeile darüber, dass die bisherigen Anstrengungen für das Klima nichts gebracht hätten – obwohl natürlich das Kalkül dieser Schlagzeile nicht darin besteht, den Sinn der bisherigen Herangehensweise zu hinterfragen.

Die Elektromobilität setzt dem Ganzen noch eins drauf, denn dadurch wird die benötigte Kraftwerkskapazität nochmals verdoppelt, während die Fahrzeuge selbst hinsichtlich Herstellung und Betrieb die reinste Umweltkatastrophe sind.

Im günstigen Fall fehlt also etwa die Hälfte der erforderlichen Energie, wenn der Wind nicht bläst und die Sonne nicht scheint, werden daraus auch recht schnell 75%, die NICHT zur Verfügung stehen.

Bei derzeit 6 aktiven Kernkraftwerken kann von durchschnittlich 10 Mrd. kWh pro Kraftwerk ausgegangen werden, woraus sich in etwa 22 neue zusätzliche Kernkraftwerke ergeben würden, um diese Lücke zu schließen. Die 105 Mrd kWh für Eelektromobilität sind eine sehr optimistische Schätzung zu einer fiktiven PKW-Flotte, da fehlt also mindestens noch der gesamte Schwerverkehr. Die wechselnde Verfügbarkeit von Wind und Sonne führt trotz einzelner Tage mit hoher Abdeckung der Energiebereitstelung durch Wind und Sonne auch zu ganzen Monaten, in denen die installierte Leistung nur knapp über 20% der vollen Kapazität liegt.

Das gibt ihnen eine Vorstellung, wovon wir hier eigentlich reden. Wasserstoffstrategie? Ich kann da nur müde (resignierend) lächeln, Herr Altmaier!

Bei dieser Gelegenheit kann die Geschichte über die Kleinstadt Schilda hilfreich sein, welche einst für ihre Schildbürger berühmt war. Diese hatten ein neues Rathaus ohne Fenster gebaut, da man das Licht mittels Säcken ins Haus zu tragen gedachte. Nun, ähnlich wie in unseren Zeiten, hätte auch da eine Vervielfachung der Anstrengungen rein gar nichts gebracht, so wie auch heute eine vielfache deutsche Investition in den Klimaschutz nicht einen einzigen messbaren Effekt auf das Klima haben wird. Allerdings dienen wir bereits als Beispiel dafür, wie man ein solches Thema nicht angehen sollte. Vermutlich konnten auch die Schildbürger diese Erfahrung erfolgreich an ihre Nachbarn vermitteln. Es ist nur tragisch und frustrierend, noch in heutigen Tagen von Schildbürgern regiert zu werden.

Der einzig noch sinnvolle komplementäre Ansatz der Nutzung von Kernenergie wurde im grünen Deutschland vom Tisch gewischt, weil im fernen Japan eine Kombination von Naturkatastrophen ein Kraftwerk in die Luft fliegen ließ. Das genügte, um unserer Kanzlerin eine von purer Panik getriebene Entscheidung abzuringen. Zusätzlich fordert heute ein fehlgeleiteter Mob die Abschaffung von Kohlekraftwerken, welche ja nun bereits beschlossene Sache ist – am besten noch in den kommenden Jahren bis 2030.

Im Ergebnis der deutschen Energiepolitik sehen wir uns hier mit vollständig heruntergelassenen Hosen, in der Hoffnung, dass die Energieerzeugung unserer Nachbarn unsere Ignoranz und Dummheit schon kompensieren wird, während wir selbst Unsummen für dieses Schildbürgertum aufbringen müssen.

Dem normal denkenden Menschen ist meines Erachtens nicht mehr zu vermitteln, dass unsere noch amtierende Bundeskanzlerin eine promovierte Physikerin sein soll.

Diesem wahnwitzigen politischen Treiben steht überdies auch noch entgegen, dass Deutschlands Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen mit weniger als 2% einfach lächerlich gering ist, und selbst eine technisch unmögliche 100-prozentige Vermeidung von CO2 würde keinen messbaren Effekt auf das Klima haben – Resultat ist nur der Ruin des Landes selbst.

Im Rahmen der immer wieder vom Weltklimarat IPCC auf Basis seiner Klimaberichte ausgegebenen Leitlinien für Entscheidungsträger und der diversen Klimakonferenzen sehen die Industrienationen scheinbar gute Gründe, sich dem Klimaschutz zu verpflichten, wobei es jedoch Ausnahmen gibt. Unter diesen finden wir dann Länder wie die USA, Russland, China oder Indien, welche zurzeit aus zum Teil ganz unterschiedlichen Gründen nicht im notwendigen Maß zum Klimaschutz beitragen können. Es ist nur leider so, dass genau diese vier Länder den größten Einfluss auf die angeblich menschengemachte Klimaerwärmung haben, denn diese Länder verursachen gemeinsam den weltweit höchsten CO2-Ausstoß – also jenes Gases, welches maßgeblich für die Klimaänderung verantwortlich sein soll. Wie kann es also Sinn ergeben, dass Deutschland mit einem CO2-Emissionsanteil von nur 1,9 Prozent Milliarden Euro in die CO2-Vermeidung steckt, während dies für die tatsächlichen CO2-Sünder kein großes Thema ist? Die im Netz schnell auffindbaren Statistiken sprechen hinsichtlich der CO2-Emissionen eine deutliche Sprache:

  • China                    29,7 %
  • USA                       13,9 %
  • Indien                  6,9 %
  • Russland              4,6 %

Diese vier Länder verursachen mit in Summe ca. 55 Prozent mehr als die Hälfte aller von Menschen verursachten CO2-Emissionen. Dabei soll nicht behauptet werden, dass in diesen Ländern nicht auch Maßnahmen zum Klimaschutz ergriffen wurden und werden. Die USA haben zum Beispiel in Kalifornien vergleichbar hohe Standards etabliert, wie wir diese heute in Europa vorfinden.

Es wird in diesem Kontext ewig ein Rätsel bleiben, was den deutschen Michel zu einer derart überzogenen und in religiösen Eifer ausartenden Klimapolitik treibt.

Forschungsteams und Startups befassen sich auch mit der Entfernung von CO2 aus der Umgebungsluft, anstelle dies für Abgasanlagen von Kraftwerken zu untersuchen, wo solche Anlagen bei deutlich geringerem Aufwand mit einem vergleichsweise 100-fachen Wirkungsgrad arbeiten könnten. Aber nein, anstelle Wasser aus der nahegelegenen Quelle zu entnehmen, versuchen diese Lichtgestalten der Wissenschaft ein Kondensat aus der Umgebungsluft zu gewinnen. Diese Story war unseren Medien aber nicht schwachsinnig genug, um nicht noch eine Schlagzeile daraus zu generieren. Beispiele für solche wissenschaftlichen Monstrositäten sind Anlagen von Carbon Engineering (Der Standard, 2018) und Climeworks (Climeworks, 2019). Schätzungen haben ergeben, dass eine solche Anlage bei wahnwitzigem Materialeinsatz etwa 1 Million Tonnen CO2 aus der Luft entziehen kann. Bei einer jährlichen Emission von 30 bis 40 Milliarden Tonnen CO2 weltweit ist das eine homöopathische Größenordnung, erneut ein Hauch von Nichts, und hierfür werden unsere Steuergelder und begrenzte Ressourcen vergeudet.

Gerade in den letzten Tagen begannen nun auch die Preise für Erdgas durch die Decke zu gehen, mittlerweile ist die Rede von einer Energiekrise, zumal Erdgas für Deutschland demnächst der einzige verbleibende grundlastfähige Energieträger sein wird. Mittlerweile kauft aber auch China signifikante Mengen dieses begehrten Rohstoffs und ergänzt damit seine derzeit viel zu knappen Kraftwerkskapazitäten. … Wie war das doch nochmal mit Kernenergie?

Es braucht keine hellseherischen Fähigkeiten, um herauszufinden, dass die etablierten politischen Eliten nicht für diese Fehlentwicklung einstehen werden und die begangenen Fehler einräumen würden, denn das wäre beruflicher Selbstmord. Stattdessen klammert man sich hier an die Macht und greift auch nach dem Strohhalm einer verpeilten Klimapolitik, wenn dadurch noch ein paar Monate Einfluss und Geld herausgeschunden werden können.

Unsere Bundesregierung informiert im Internet detailliert über die bisher erreichten Ziele hinsichtlich Klimapolitik, Kohleausstieg, Umbau der Mobilität und die damit einhergehenden Einsparungen von CO2 Emissionen:

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/klimaschutz/bundesregierung-klimapolitik-1637146

Die Berichte füllen teils ganze Bücherregale und erleuchten uns mit den Ergebnissen aus bisher in diesem Bereich investierten 1,5 Billionen Euro. In den kommenden Jahren (ab 2022) planen wir jährlich weitere 54 Milliarden Euro in den Klimaschutz zu investieren. Sie werden jedoch in keinem einzigen Bericht eine Zahl finden, die sagen würde, wir haben mit unseren signifikanten Bemühungen den Temperaturanstieg um soundso viel Grad reduziert. Wir haben also vorgeblich eine Hilfsgröße beeinflusst, ohne zu wissen was wir damit ganz konkret bewirkt haben.Um es ganz klar zu sagen:

Man feiert sich in der Bundesregierung für die Maßnahmen, ohne ein tatsächliches Ergebnis präsentieren zu können – einfach, weil es keines gibt! In der freien Wirtschaft würde man dafür geteert und gefedert.

Nachtrag: Frau Baerbock ist der Meinung, Nord Stream 2 sei ein Fehler. Schauen Sie sich die Tabelle noch einmal an, Gas ist da die letzte grundlastfähige Komponente. Politischer Wille und Realität sind bei dieser Dame definitiv zwei verschiedene paar Schuhe.

https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Nord-Stream-2-Baerbock-gegen-Betriebserlaubnis,nordstream640.html

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