Der Lachgas-Ausstoß wächst enorm und fördert Erderwärmung

Ein ausgerechnet bei Heise erschienener Artikel thematisiert die Zunahme von Lachgas (N2O) in der Atmosphäre, welches als sogenanntes Treibhausgas 300mal wirksamer als CO2 sein soll.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Klimaschutz-Der-Lachgas-Ausstoss-waechst-enorm-und-foerdert-Erderwaermung-4591816.html

Eine interessante Aussage, zumal ja nicht klar ist, welche genaue Klimasensitivität dem CO2 zuzuschreiben ist. Aber – so viel ist klar – Lachgas ist 300 mal wirksamer und damit auch viel gefährlicher als unser bisheriger Klimakiller Nummer 1. Im weiteren Verlauf erläutert der Artikel, dass wir derzeit mit einer erhöhten Lachgaskonzentration von ungefähr 330 ppb zu kämpfen haben. Vermutlich wissen jedoch nur wenige Leser, worum es sich bei dieser Konzentrationsangabe genau handelt, welche als Parts per Billion zu lesen ist. Da dieses Maßeinheit aus dem englischen kommt, versteht man darunter aus unserer Sicht die Anzahl Teilchen, bezogen auf eine Milliarde Teilchen. Damit enthält also eine Milliarde Luftmoleküle zirka 330 Lachgasmoleküle.

Unser CO2 Konzentration ist mit 400 Parts per Million schon recht lächerlich niedrig, aber hier müssen wir uns klar machen, dass wir noch einmal über lediglich ein Tausendstel der CO2 Konzentration reden. Schon dieser Fakt legt nahe, dass beim Schreiben dieses Artikels die Lachgaskonzentration in den Redaktionsräumen von Heise um ein Vielfaches höher gelegen haben muss, zumal wir ja noch ein gutes Stück vom 1. April entfernt sind.

Doch schauen wir uns nun die weiteren Prozentangaben zum sogenannten Treibhauseffekt an, denn hier behaupten die Verfasser des Artikels, dass Lachgas zwischen 6 und 9 Prozent zum Treibhauseffekt beitragen würde. Wenn dem so wäre, dann müsste man vor dem Hintergrund der 300-fachen Wirksamkeit und dem Tausendstel der CO2 Konzentration zu dem Schluss kommen, dass CO2 einen zu diesen Prozentwerten 3,3-fachen Anteil am Treibhauseffekt haben müsste – also irgendetwas zwischen 20 und 30 Prozent (300 mal 3,3 ist 1000).

Aha, na das ist ja mal ein Paukenschlag. Nehmen wir Ozon, Methan, Lachgas und CO2 zusammen, kommen wir also auf knapp 50% des Treibhauseffekts, wobei nicht geklärt ist, welche Rolle nun der Wasserdampf in dieser Gleichung spielt. Wasserdampf ist erwiesenermaßen für 66 bis 85 Prozent des natürlichen Treibhauseffektes verantwortlich, wobei auch hier wieder nicht klar ist, welche Modelle und Methoden dies ergeben haben sollen. Hintergrund ist, dass sich die absorbierten langwelligen Frequenzbereiche der von der Erde ausgehenden Wärmestrahlung teilweise überlagern und somit in der Strahlungsbilanz keine Rolle spielen.

Abgesehen von diesem strahlungsbasierten Bild der Treibhauseffekte sind aufsteigenden warme feuchte Luft (Konvektion), Verdunstung und Wolkenbildung die wesentlichen thermodynamischen Prozesse, die der Atmosphäre Energie entziehen. Dieser wesentliche Punkt wird bei all den rein strahlungsbasierten Modellen komplett unter den Teppich gekehrt – ist aber ganz wesentlich für die Temperatur und die Bewertung des Klimas, welches nun mal auf Basis der Daten an der Erdoberfläche gemessen und bewertet wird.

Man kann hier schnell den Eindruck gewinnen, dass einfach nur die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird – und nichts ist in seiner lächerlichen Konzentration zu schade, um nicht doch für die nächste Schreckensmeldung herhalten zu können. Würde man die Lachgaskonzentration von 330 ppb ins Verhältnis zur gesamten Menschheit setzen, so wäre das eine 2.300-Seelen Gemeinde versus der 7 Mrd. Menschen auf unserem Erdball.

Beeindruckend, oder?

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