Klimawandel – Was macht Holland?

Unter diesem Titel findet man in der ARD Mediathek einen Beitrag vom 25. September 2019, in welchem klargestellt wird, dass kein anderes Land in Europa so stark vom Klimawandel betroffen sei, wie Holland. Dann werden in epischer Breite die Folgen des Anstiegs des Meeresspiegels dargelegt, und mit welch wissenschaftlich-technischem Aufwand sich das kleine Holland gegen das Risiko der Überflutung wappnet. In speziellen Laboren werden Wellenbewegung und deren Einfluss auf das existierende Deichsystem simuliert. Darüber hinaus werden neue höhere Deichanlagen konzipiert und natürlich spielt auch die Frage der immensen Kosten für diese Maßnahmen eine große Rolle. Kombiniert wird all dies natürlich mit dem stets mahnenden Hinweis auf den Klimaschutz, welcher offensichtlich helfen soll, die drohende Katastrophe und deren Kosten zu begrenzen.

So weit so gut, wenn es denn tatsächlich der Klimawandel wäre, der hier zu einer ernsthaften Bedrohungssituation führt.

Was in dieser Dokumentation nämlich nicht gesagt wird ist, dass der Anstieg der Meeresspiegel nur 2,5 bis 3 mm pro Jahr beträgt, wobei abschmelzendes Eis nicht der einzige Einflussfaktor ist. Hinzu kommen temperaturbedingte Volumenänderungen des Wassers, Unterschiede durch je nach Breitengrad abweichende Fliehkräfte und letztlich auch tektonische Einflüsse.

Fakt ist, die Küstenlinien an unseren Ostseestränden haben sich in den letzten 30 Jahren so gut wie gar nicht verändert, obwohl die Überflutung des Kölner Doms schon ende der 80er Jahre für ein Titelbild des ehemaligen Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ herhalten musste.

Was die Situation in Holland betrifft, ist die Plattentektonik von entscheidender Bedeutung, was jedoch in den Medien nie erwähnt wird. Hier ist stets der Klimawandel die zentrale Bedrohung. Doch wie sollen die Pegel um mehrere Meter ansteigen, wenn der Meeresspiegel in 100 Jahren um nur 30 cm zunimmt?

Der Grund hierfür liegt in der letzten Eiszeit und dem Abschmelzen des Billionen Tonnen schweren Eispanzers über Skandinavien vor ungefähr 10.000 Jahren. Wegen dieser nicht mehr vorhandenen Gewichtskraft hebt sich Skandinavien seither Meter um Meter, was vor über zweihundert Jahren erstmals durch einen schwedischen Baumeister nachgewiesen wurde, welcher den Rückgang der lokalen Küstenlinien während der Bebauung Stockholms untersuchte. Seine daraufhin in den Granit gemeißelten Messmarkierungen existieren noch heute, und liegen zum Teil bereits 5 bis 7 Meter über dem damaligen Küstenniveau. Nun stellt sich die Frage, was das mit Holland zu tun haben könnte. Auch das ist einfacher zu beantworten, als man annehmen würde. Holland und Skandinavien liegen auf der gleichen tektonischen Erdplatte. Diese liegt auf einem Kipp-punkt, der in etwa auf der Höhe Dänemarks in West-Ost-Richtung verläuft. Zum Vergleich könnte man auch einen Teller auf einen Besenstiel legen – wenn man die eine Seite des Tellers hebt, senkt er sich natürlich auf der anderen Seite, und genau das passiert hier auch mit Holland infolge der postglazialen Hebung Skandinaviens.

Ähnliche tektonische Effekte treffen übrigens auch auf andere Inselgruppen zu, welche gern als erste Opfer des Klimawandels durch Medien und Politik instrumentalisiert werden. Wo soll die Katastrophe denn bei 3mm pro Jahr auch herkommen?

Dass ich von unseren Qualitätsmedien für solchen Unfug auch noch zur Kasse gebeten werde, empfinde ich als Verhöhnung.

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