2022 – ein Zwischenstand

Zum Jahresanfang hatte ich eine wenig optimistische Neujahrsbotschaft in diesem Blog veröffentlicht und vor diesem Hintergrund ist es an der Zeit, zur Mitte des Jahres einen vorsichtigen Blick auf die Entwicklung und aktuelle Ereignisse zu wagen.

Corona ist aus den Medien verschwunden, obwohl im Hinterzimmer von unserem Corona-Karl schon mit Hochdruck an den Herbstmaßnahmen gearbeitet wird. Dass alle Fallzahlen trotz beendeter Maßnahmen rapide sinken und die Impfung nachweislich NICHTS mit Immunität zu tun hat, scheint dabei nicht zu interessieren. Repression im Sinne der aktuellen politischen Zielsetzungen ist offensichtlich mit Corona salongfähig geworden und Politiker sehen diese neuen Möglichkeiten der Regierung eher als Geschenk, denn als Belastung. Bis Ende April gab es beim RKI in den Wochenberichten die Vergleichswerte Ungeimpft, zweifach Geimpft und Geboostert, welche klar zeigen, dass ungeimpfte Menschen deutlich seltener an Corona erkranken. Vorteile der Impfung können lediglich in den Verlauf der Erkrankung interpretiert werden, was jedoch rein gar nichts mit Immunität zu tun hat.

Soweit es die Ukraine betrifft, lag ich mit meiner Einschätzung des Risikos richtig, allerdings hatte ich nicht so bald mit einer militärischen Intervention gerechnet. Russland wurde ignoriert und provoziert, wieder und wieder – die Rechnung wird dem Westen nun präsentiert, während dessen Medien nicht müde werden, Putin für seinen abscheulichen Angriffskrieg an die Wand zu nageln. Und was machen unsere transatlantischen Verbündeten? Die haben einen neuen Slogan: „Wir kämpfen gegen den Russen, bis zum letzten Ukrainer“. Warum mir bei dieser Gelegenheit die zweifelhafte Rolle der Bidens in der Ukraine in den Sinn kommt, hat schon seine Berechtigung, denn 2014 wurde in Kiew durch die USA eine Russland-freundliche Regierung durch ein dem Westen zugetanes Regime ersetzt, wodurch es überhaupt erst zu den bürgerkriegsähnlichen Zuständen im Osten der Ukraine gekommen war. Ignorieren, provozieren, destabilisieren – das ist der Blueprint zum Krieg, für den eine Ukraine gezielt hochgerüstet wurde. Kriegspropaganda und der Umbau zur Kriegswirtschaft laufen auf vollen Touren, und auch wenn Kanzler Scholz noch versucht zu bremsen, kann die nächste False Flagg Operation schon das Vorspiel zum Dritten Weltkrieg sein. Ich hätte gedacht, als Menschheit sind wir geistig bereits weiter, aber dieser Gedanke hatte ohnehin schon seit Jahren gelitten und nun habe ich ihn gänzlich beerdigt. Was deutsche Waffenlieferungen und Unterstützung betrifft, sehe ich eine moralische Verpflichtung für die BRD als erklärter Vasal der USA, aber auch ein immenses politisches Risiko, denn ein Friedensvertrag mit Russland existiert nicht – nur ein Waffenstillstand und eine Kapitulation. Im 2+4 Vertrag wird zwar explizit von der Souveränität Deutschlands gesprochen und an anderer Stelle auch von der BRD und/oder der DDR – es ist nur so, dass es Deutschland aus formaler juristischer Sicht nicht gibt. Es darf angenommen werden, dass unserem Kanzler Scholz diese Dinge sehr bewusst sind, was seine signifikante Zurückhaltung erklären würde, während die Herren Melnyk und Selenski nicht müde werden, immer neue Forderungen zu stellen, deren Erfüllung von Russland leicht als Kriegserklärung verstanden werden könnten. Wenn die USA (wie schon in Afghanistan) einen Stellvertreterkrieg gegen Russland führen wollen, dann bitteschön ohne uns!

Was die Lieferketten angeht, hat sich die Situation ebenfalls nicht verbessert. China fährt eine sogenannte „zero covid“ Politik und hat angeblich aus diesem Grund seinen wichtigsten globalen Umschlagplatz Shanghai abgeriegelt. Angesichts der zahlreichen quasi-Monopole der Chinesen ist das eine Katastrophe für die westliche Wirtschaft, welche sich gezwungen sieht, die entstehenden Lücken zu immensen Kosten zu schließen, soweit dies überhaupt möglich ist. Zu den wegbrechenden Importen aus Russland kommen also hier noch Halbleiter, Seltene Erden, Grundstoffe (Beispiel Magnesium), Fertigungskapazität (Foxconn etc) und was sonst noch im Reich der Mitte hergestellt und im Westen abgesetzt wurde. Es steht wohl außer Frage, dass diese Politik den Westen erheblich schwächt, was wiederum dem Triumvirat Russland, Indien und China nützt, denn Indien und China springen gern als Neukunden für russisches Öl und Gas in die entstandene Sanktionslücke. Und auch sonst ist durch die neue Seidenstraße der Handel mit Russland über den Landweg deutlich weniger beeinträchtigt als der Seeweg. Wir haben also bereits oder erwarten zeitnah Probleme bei der Versorgung mit:

  • Erdöl, Erdgas
  • Seltenen Erden
  • Grundstoffen wie Magnesium
  • Halbleitern
  • Nahrungsmitteln (Getreide, Speiseöl, Senf usw)
  • Gütern aus chinesischer Fertigung

Es steht dabei absolut fest, dass die Sanktionen des Westens gegenüber Russland weit schädlicher für uns selbst sind, denn wir in Europa sind es, die kaum über nennenswerte Lagerstätten von Öl und Gas verfügen und darüber hinaus auch russisches Uran benötigen. Es gilt das alte Sprichwort: Wer anderen eine Grube gräbt, fällt oft selbst hinein. Was die aktuelle Gaskrise betrifft scheint es gut belegt zu sein, dass wir gar keine Krise hätten, wenn wir unser russisches Gas nicht nach Polen leiten würden oder es sonstwo verschebeln, weil wir dafür einfach bis zu 10 mal so viel Geld bekommen, wie es uns gekostet hat. Gazprom liefert jedenfalls bis zu 20% mehr, als noch im letzten Jahr. Sollten wir also im Winter frieren, dann lasst euch nicht erzählen, der Putin sei schuld.

Womit wir auch gleich bei der Energiepolitik sind, welche wohl aus Mangel an Öl und Gas über geeignete Maßnahmen zur Einschränkung des Verbrauchs nachdenken muss. Wie wäre es beispielsweise mit warmen Pullovern für Bürger mit Gasheizung, Schwarz-Rot-Gold und ein Pleitegeier vorn drauf? Aber Peter Altmeyer hat doch gesagt, er kann das mit grünem Wasserstoff kompensieren und den Ingenieuren wird schon was einfallen. Was das liebe Peterle nicht wusste ist, dass Wasserstoff nur sehr begrenzt zum Erdgas beigemischt werden kann. Im deutschen Erdgasnetz ist daher bislang nur eine Beimischung von maximal zehn Prozent Wasserstoff zulässig. Aber im letzten Jahrzehnt haben wir ja gelernt, dass Dummheit (und dazu zählt auch Beratungsresistenz) eher eine Zugangsbedingung als ein Problem höherer Politik ist. Wind und Sonne sind nun mal keine energetische Basis für ein Industrieland, und das hat nun auch der grüne Superminister Habeck verstanden. Zumindest war er nicht wegen Fußball bei den Scheichs, sondern um zusätzliche Lieferverträge für böse fossile Energieträger auf den Weg zu bringen. Aber eventuell wurde doch auch über die Fußball WM 2026 in Dubai gesprochen. Auf jeden Fall hätten unsere Ölprinzen damit zusätzliches Geld von den Deutschen, dass man dem Herrn Infantino von der FIFA anbieten könnte – unter der Hand, was sonst ist in Genf üblich, einem modernen Sodom und Gomorra voller Korruption, wo auch die WHO und der Weltklimarat (IPCC) ihre Heimat und beste Bedingungen zur Entfaltung gefunden haben.

Und schon sind wir beim Thema Geld und dessen wundersamer Vermehrung durch die Zentralbanken. Bis zum Ende der 60er Jahre gab es einen Gold-Standard, dann kamen FIAT-Money* und der Petro Dollar und heute feiern wir Zentralbank-Geld, das vom Himmel fällt, wie seinerzeit Manna aus der Mannamaschine. Refinanzierung zu Negativzinsen, CFD’s und ETF’s, das Casino brummt wie nie zuvor. Das Manna von der Zentralbank schafft es gar nicht erst in den Wirtschaftskreislauf, sondern wird direkt an den Börsen verzockt. Zaghafte Schritte zur Erhöhung des Leitzinses führen direkt zu Schockwellen in den Casinos dieser Welt. Das gesamte System wird nur noch durch weitgehend unbegründetes Vertrauen zusammengehalten und wartet auf seinen finalen Todesstoß. Länder wie Russland und China horten Gold, Russland verkauft Öl nicht mehr in Dollar und der Euro wurde von seinen südländischen Mitgliedsländern zu dem auch bisher gewohnten Toilettenpapier umfunktioniert, das vor Jahrzehnten jeden Italiener zum Millionär werden ließ.

Es kommt also unterm Strich leider wie vorhergesagt und hinsichtlich der Ukraine gar noch deutlich schlimmer als zum Jahresanfang gedacht, wobei folgende Punkte noch gar nicht in die Betrachtung eingeflossen oder nur angerissen worden sind:

  • Covid und der lokale Einfluss der Maßnahmen
  • Erneute Masseneinwanderung in Sozialsysteme
  • Überbevölkerung und tatsächlich verfügbare Ressourcen
  • Aufgabe staatlicher Souveränität zugunsten einer reinen Lobbyorganisation – der WHO

Auch bei bestem Willen kann ich nicht erkennen, wie sich aus dieser Gemengelage noch eine positive Perspektive entwickeln soll, aber wie heißt es doch in einem Werbeslogan: Spaß ist, was ihr draus macht!

*Fiatgeld (auch englisch Fiat money, aus dem lateinischen Wort fiat („Es geschehe! Es werde! “)) ist ein Wirtschaftsobjekt ohne inneren Wert, das als Tauschmittel dient.

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